01.02.2014

Alternativen zu den "Big Playern"

Bisher habe ich die Dienstleistungen von Google, Facebook, Dropbox & Co. gerne genutzt. Die Features waren sinnvoll, innovativ und -- meistens -- sogar kostenlos. Jetzt wissen wir, dass wir dafür zwar kein Geld zahlen müssen, aber dennoch einen Preis gezahlt haben (und immer noch zahlen).

Ich habe daher nach "Gegenmaßnahmen" gesucht, ohne gleich total "offline" zu gehen -- dafür bin ich zu sehr "Nerd" und erfreue mich an den positiven Seiten des Internets. Also müssen Alternativen her. Und die sehen bei mir jetzt so aus:

1. Nicht mehr alles bei einem der Riesen. Dezentrale Datenhaltung macht den Spähern das Leben schwerer und bedeutet für mich nur einen minimalen Komfortverlust.

2. Europäische Anbieter nutzen, so dass meine Daten (gefühlt) etwas geschützter sind.

Und wie sieht das ganz pragmatisch aus?

Statt Dropbox, Skydrive & Co. nutze ich nur noch Google Drive (wegen der Office-Funktionalität) und Wuala für alle persönlichen Dinge. Wuala ist ein schweizerischer  Dienst, der sich durch eine echte Verschlüsselung auszeichnet und die Daten vor (!) dem Upload auf dem Quellsystem bereits verschlüsselt.

Viel schwerer war der Schritt wegen von meinem geliebten Gmail. Ganz kann ich hier noch nicht entsagen, nutze aber seit einigen Wochen mit Posteo einen deutschen Dienst, der auf Sicherheit (und Umweltschutz) achtet. Posteo kostet zwar einen kleinen Obolus, bietet aber vollverschlüsselte Email und die Garantie, meine Mails nicht "mitzulesen". Zudem kämpft das Posteo-Team auch mit Anwälten und Experten für mehr Privatspähre und mehr Transparenz der Überwachung. Die Funtionalität ist super und Posteo kommt auch im aktuellen c't-Test ziemlich gut weg. Und das das Rechenzentrum mit Strom von "meinem" Energieversorger betrieben wird, ist dann nur noch das Tüpfelchen auf dem "i".

Meine Suche nach Alternativen zu Facebook und Google+ läuft noch. Diaspora ist vielleicht ein Kandidat, hinkt aber bei den mobilen Endgeräten. Weitere Alternativen habe ich bis dato noch nicht gefunden. Bei Diaspora spiele ich gerade etwas herum. Probiert es doch aus mal aus!




20.09.2013

Zweite Meinung

So einfach kann es sein, eine zweite Meinung einzuholen....

06.04.2013

Nach dem Urlaub...

...sammelt sich immer viel Post, viele Mails und viele Katalog an. Bin gerade durch und habe dabei ein paar interessante Dinge entdeckt, die ich gerne mal antesten möchte.

Einige, die sich sehr lecker, spannend oder interessant anhören/lesen sind:

  • Gourmetfleisch.de, ein Versender für dry-aged-Rindfleisch -- klingt wirklich gut, sieht interessant aus. Ausprobieren wohl zwingend erforderlich. Mehr Infos vorab hier.
  • "Tado", eine zusätzliche (?) Steuerelektronik für die Heizung, die nicht nur einen Innentemperatur-Sensor integriert, sondern das ganze auch noch "intelligent" steuert. Hört sich spannend und sinnvoll an, muss wohl auch ausprobiert werden.
  • Ein Rezept aus der Kundenzeitschrift von American Express -- "Kalte Basilikum-Tomaten-Essenz mit Jamón-Ibérico-Schaum" -- hat mich direkt hungrig gemacht. Das klingt nicht nur lecker, sondern sieht auch so aus. Muss nachgekocht werden, Rezept folgt, falls es wirklich so lecker ist, wie ich es erhoffe.
  • Und schließlich noch "NetAtmo" -- eine sehr schicke Wetterstation, ebenfalls mit "Cloud"-Anbindung.
Bin gespannt.

Update Januar 2014:

- NetAtmo ist wirklich toll. Alle Daten aller NetAtmos hier.
- Tado habe ich zwar bestellt, aber bislang (nach schlappen 18 Monaten) noch nicht erhalten. Das felsenfeste Versprechen, noch vor der "Heizperiode" (2013) zu liefern, wurde leider nicht eingehalten. Bin gespannt, ob ich das Gerät irgendwann nochmal bekommen werde.



31.03.2013

CloudMagic: Die Über-Suche

Wer mehrere Cloud-Speicher (z.B. Dropbox, Google Drive, Microsoft Skydrive, Apple iCloud) nutzt, steht sicher öfters -- wie ich -- vor der Frage, wo man denn das gesuchte Dokument (wahlweise auch "das gesuchte Foto") abgelegt hat.

Bislang half dann nur eine mehr oder weniger aufwändige Suche mit diveresen Clients durch die verschiedenen Clouds. Abhilfe verspricht jetzt "CloudMagic" (Link zum Play Store oder zu iTunes). Die App durchsucht alle möglichen Cloud-Speicher, aber auch den eigenen Facebook-, Email- oder Twitter-Account. Die Suchergebnisse werden ruck-zuck, schon während der Eingabe, bereitgestellt.

Nachteil I: Man muss der App (und damit potentiell dem Entwickler) natürlich die Berechtigungen für alle eigenen Cloud-Speicher geben. Wen das nicht schreckt (zur Privacy-Erklärung des Herstellers), der bekommt hier ein nützliches Tool an die Hand, das die Nutzung mehrer Cloud-Anbieter deutlich vereinfacht.

Nachteil II: Kosten! 50 "Suchen" im Monat sind frei. Wem das nicht reicht, der muss auf ein kostenpflichtiges Abo-Modell zurückgreifen. Und das kostet dann satte 4,99 US$ im Monat, also mehr als 45 EUR im Jahr. Ob mir das ein reiner Suchdienst wert ist, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht.

Fazit: Mal sehen, ob und wie weit die 50 freien Suchen im Monat reichen.

Osterfeuer

Gestern waren wir hier in Borkum beim Osterfeuer. Abgesehen davon, dass es in diesesm Jahr nicht wirklich ein "Frühlingsfeuer" war, stellte sich uns die Frage, woher Osterfeuer eigentlich kommen.

Eine Recherche bei Wikipedia brachte dazu leider (wider Erwarten!) nichts. So wurde meine Neugier geweckt und ich habe mich etwas tiefer auf die Suche begeben.

Es scheint dann doch so zu sein, dass Osterfeuer auf der heidnischen Tradition der "Frühlingsfeuer" beruhen, die schon im Altertum belegt sind. Die heutigen Osterfeuer beruhen auf einem mitteralterlichen Brauch, der seit dem 8.Jahrhundert belegt ist und eng mit dem katholischen "Osterfeuer" in der Kirche verknüpft ist.

Andere Quellen sagen aber auch, dass das Osterfeuer dazu da ist, "den Winter offiziell zu verabschieden oder auszutreiben und gleichzeitig den Frühling einzuläuten" (Quelle). Gerade in diesem Jahr find ich DIESE Erklärung natürlich besonders schön -- auch wenn es hier in der letzten Nacht schon wieder geschneit hat.

Aus der gleichen Quelle wie oben stammt diese Zusammenfassung zu den heutigen Beweggründen, zu einem Osterfeuer zu gehen: "(...) Heute wird das Osterfeuer meist nicht mehr aus religiösen oder abergläubischen Gründen gefeiert. Vielmehr dient es als Anlass, sich gemeinsam mit Freunden, der Familie oder mit den Nachbarn aus der Gemeinde zu treffen, um am Feuer gemütlich Getränke und Speisen zu genießen. Oft ist das Osterfeuer auch Anlass für eine ausgiebige Party, bei der ausgelassen bis in den frühen Morgen hinein getanzt werden darf (...)"

Während für mich Osterfeuer immer mit Norddeutschland verbunden sind, gibt es auch im Süden, im Sauerland und in Österreich eine lange Osterfeuer-Tradition. Nur bei uns im Rheinland scheint diese Tradition nie so richtig Fuß gefasst zu haben -- habe ich geglaubt, bis ich das hier bei der Rheinischen Post fand: "In vielen Orten am Niederrhein und im bergischen Land zünden Vereine und Kirchengemeinden an diesem Wochenende ein Osterfeuer an (...)" (Quelle)

Man lernt doch nie aus.